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Salz
war ein Symbol des Lebens, des Glücks, des Reichtums und der
Gesundheit. Unzählige Riten und Bräuche zeugen davon. Z. B.:
teilt man Salz mit anderen, so zeigt man sich bereit, sein
Glück zu teilen – Salz symbolisiert Freundschaft.
Von der Antike bis in die Neuzeit von
Nord bis Süd ziehen sich drei Grundqualitäten des Salzes:
Schutz, Reinigung und Heilung.
BRAUCHTUM:
Schutz:
Bei
allen wichtigen Anlässen des Lebens (Geburt, Taufe,
Hochzeit, Reise, Tod, Hausbau, etc) wurde Salz ausgestreut.
Bevor ein junges Ehepaar in das neue Haus einzog, wurden die
Räume mit Salz ausgestreut, um die bösen Geister zu
vertreiben. Es war auch Garant für Glück und Reichtum:
unvorsichtigerweise Salz zu verschütten, brachte Unglück.
Die
Griechen und Römer verwendeten Salzwasser als Weihwasser
(Schutz und
Abwehr).
Reinigung:
Zum Auflösen bestehender Schwierigkeiten, Streit, Unruhe,
Ängste, Sorgen oder um verstorbene Seelen aus ihrer
irdischen Verhaftung zu befreien.
Heilung:
Da Salz die Eigenschaft hat, Totes vor Zerfall und Verwesung
zu bewahren, wurde ihm besondere lebenspendende Kraft
zugeschrieben. Die Germanen sahen im Salz die Verbindung von
Feuer und Wasser, es war für sie göttlich. Im Mittelalter
war Salz der Übermittler göttlicher Segenskraft (Taufritus).
Salz war somit ein generelles Heilmittel, äußerlich und
innerlich.
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