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Was ist Salz?

Salz ist eine einfache Verbindung aus den beiden Elementen Natrium (Na) und Chlor (Cl), wichtigen Begleitelementen (Schwefel, Magnesium, Calcium, Kalium, Eisen und Jod) sowie 10 – 11 weitere Spurenelemente (Bor, Brom, Fluor, Kohlenstoff, Lithium, Phosphor, Sauerstoff, Silizium, Stickstoff, Strontium und Wasserstoff). Salz ist wasserlöslich, sein Hauptanteil findet sich daher in gelöster Form in den Weltmeeren.

Begleitstoffe:
Schwefel – wichtig für Bindegewebe und Entgiftung

Magnesium – Gegenspieler von Calcium, aktiviert über 300 Enzyme, regelt Stoffwechsel, Nervensystem, Hormonhaushalt; wichtig für Knochen, Zähne und Sehnen, für die Blutgerinnung, entspannend und beruhigend.

Calcium - Knochen, Zähne, Nerven- und Muskelzellen, Herztätigkeit und Blutgerinnung.

Kalium - Gegenspieler von Natrium. Wasserhaushalt, Säure-Basen-Haushalt, Nieren, Muskel, Nerven, Verdauung, Zuckerstoffwechsel.

Eisen – Blutbildung, Sauerstoff-Transport, Immunsystem, Stoffwechsel und Entgiftung, wichtig bei Stress.

Jod – Bestandteil der Schilddrüsenhormone, Energiegewinnung, Intelligenz und Wachstum.

Jedes Salz hat eine kristalline Struktur, aber nicht jedes Salz hat eine „Kristallform“.
Eine Substanz hat dann eine „kristalline“ Struktur, wenn die Teilchen, aus denen sie aufgebaut ist, eine regelmäßige Ordnung besitzen. Im Salz ordnen sich Natrium und Chlor so, dass eine innere würfelige Struktur (kubische Kristallstruktur) entsteht. Salz hat nun immer diese innere Ordnung und dafür ist auch keinerlei Druck notwendig, die Struktur entsteht praktisch „von selbst“.

Von einem „Kristall“ spricht man, wenn sich die innere Ordnung einer Substanz durch ein regelmäßiges Wachstum nach außen zeigt: Bergkristall.
Auch Salz kann Kristalle bilden = „Kristallsalz“. Meistens wird der Name im Handel jedoch als Qualitätskriterium verwendet, um Steinsalz ohne Kristallform höher zu bewerten. 

So allgemein verwendet ist das Wort „Kristallsalz“ kein Qualitätskriterium, als Handelsname aber in Ordnung, da jedes Salz kristallin ist. Viel wichtiger ist, dass es naturbelassen, nicht raffiniert und frei von Zusätzen ist.  

Salz - ein von der Natur gereinigter Stoff
Die Verwitterung bricht das ursprüngliche, aus vielen Mineralstoffen bestehende Gestein auf und zerkleinert es. Dieses zersetzt sich beim weiteren Transport in Bächen und Flüssen zu Kieseln, Sand, Ton und Schlamm. Die Mineralien (Zirkon, Granat, Rubin, Saphir und andere Schwermineralien) lagern sich bereits an Flussläufen ab. Im Meer scheiden sich Kieselsäure, Aluminium, Eisen und weitere Mineralstoffe aus dem Wasser aus. Zurück bleiben sieben wasserlösliche Substanzen: Metalle (Natrium, Magnesium, Kalium und Calcium) und Nichtmetalle (Chlor, Sulfat und Carbonat). Dazu kommen in geringen Mengen Spurenelementen.

Bei der Ablagerung erfolgt ein Ausleseprozess. Die Löslichkeit der verschiedenen Stoffe ist unterschiedlich, und so scheiden sie sich beim Verdunsten des Meerwasser nicht gleichzeitig sondern nacheinander ab: Kalk, Dolomit, Sulfat. Übrig bleiben Natrium und Chlor und bilden unser Salz. Wenn der Zustrom des Meerwassers wieder steigt, vollzieht sich diese Abfolge in umgekehrter Reihenfolge ein zweites Mal. Damit wird die Salzablagerung „versiegelt“, der Kontakt zum Meer wird verhindert – eine neue Lagerstätte ist geboren. Salz ist also das Resultat eines langen Ausleseprozesses und ist ein Gestein mit dem geringsten Schwermetallgehalt und der geringsten Radioaktivität.

Wie bildet sich Salz?
Elektrische Anziehungskräfte führen Natrium und Chlor beim Verdunsten zusammen. Natrium und Chlor sind sehr reaktionsfreudige Elemente und gehen rasch Verbindungen mit anderen Stoffen ein. Der Grund ist ein chemisches Gesetz.
Natrium ist ein Metall und besitzt in der äußeren Elektronenschale nur ein Elektron. Chlor ist ein Nichtmetall und besitzt 7 Elektronen in der äußeren Schale. Natrium hat das Bestreben das eine Elektron abzugeben und Chlor es aufzunehmen = Natriumchlorid.
Nur Wasser kann die beiden wieder trennen. Beim Salz ist es dem Wasser möglich, sich in das Kristallgitter zu zwängen und die Natrium- und Chlor-Ionen voneinander lösen. Wasser besitzt selbst elektrische Ladungen, die Wassermoleküle sind sog. „Dipole“ (ein Pol positiv und ein Pol negativ geladen).

Wasser hat einen großen Drang, Salz aufzunehmen und Salz zieht mit immenser Kraft Wasser an. Trockenes Salz benötigt 800° C, um zu schmelzen.

Die Ordnung im Salz
Natrium- und Chlorid-Ionen fügen sich zu einer regelmäßigen würfeligen Struktur, dem sog. „kubischen Kristallgitter“, durch innere Ladungen und die daraus folgenden elektrischen Anziehungskräfte zusammen. Dazu ist keinerlei Druck oder äußere Einwirkung notwendig. Wenn die Natrium- und Chlorid-Ionen viel Zeit, Ruhe und Raum haben, können schöne würfelige Kristallformen entstehen. In großen Salzlagerstätten lagert sich viel Gestein im Laufe der Zeit über dem Salz ab, die kristalline Struktur gerät unter Druck, das Kristallgitter wird deformiert = derbe Form des Salzes. Die Substanz ist nach wie vor kristallin, jedoch ohne sichtbare äußere Kristallform.

Plastizität – eine Besonderheit des Salzes
Eine ganz besondere Eigenschaft ist die Plastizität des Salzes.

Salz ist ein plastisches Gestein. Es gibt bei Bewegungen der Erdkruste (ab 30 Atmosphären) nach. Es ist ein leichtes Gestein, weicht in vertikale Spalten aus und bewegt sich sogar nach oben in Richtung Erdoberfläche zu. Das Salz zählt mit einer Dichte von 2,16 zu den leichtesten Gesteinen. Die Gesteine ringsherum sinken ab, aus einer horizontalen Lagerstätte ist ein vertikaler Salzstock entstanden.
Oder ein Salzdom, wenn das Salz die Erdoberfläche erreicht.

Durch seine Fließeigenschaft sind viele Salzlager für uns Menschen in erreichbare Höhen aufgestiegen. 

Man bedenke nun die Dummheit, radiaktiven Müll in Salzstöcken einzulagern! 

Naturkristallsalz beinhaltet die Elemente:

Natrium + Chlor

Schwefel

Magnesium

Calcium

Kalium

Eisen

Jod

sowie 10 - 11 weitere Spurenelemente


Wir wollen, dass es Ihnen gut geht!


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